Rheinkönig 55

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Erstellt am 19 Apr. 2026 | zuletzt bearbeitet vor 6 Tagen ago von Steffen

Der Rheinkönig 55 (3255W) ist ein Radio von Loewe-Opta aus dem Jahr – jetzt wird es kompliziert – laut Radiomuseum.org 1954, wohingegen der Name auf 1955 deutet.

https://www.radiomuseum.org/r/opta_rheinkoenig_55_3255w.html

  • Hersteller: Loewe-Opta
  • Typ: Rheinkönig 55 3255W
  • Baujahr: 1954/55
  • Empfangsprinzip: Superhet
  • Wellenbereiche: LW, MW, KW, UKW
  • Spannungsarten: Wechselspannung
  • Zustand Gehäuse: sehr gut
  • Zustand Technik: ungeprüft
  • Herkunft: Reparaturauftrag
  • Datum: 04/2026
  • Kosten Kauf: keine
  • Kosten Ersatzteile: N/N
  • Arbeitszeit: N/N

Zustand bei Erhalt des Rheinkönig 55

Der Besitzer hat mir vorab Fotos gesendet, um den Zustand des Radios besser einschätzen zu können.

Vereinbart haben wir, dass ich lediglich das Chassis ohne Skalenscheibe zugesendet bekomme, um Transportschäden zu vermeiden.

Anbei die gewünschten Bilder vom derzeitigen Zustand. Das Gerät läuft, ich möchte es halt wieder dauerhaft nutzen und würde mich freuen, wenn Sie die Kondensatoren auswechseln würden und sonstige  eventuelle Fehler beseitigen.

Auszug E-Mail des Besitzers

Hier noch ein paar Bilder von mir:

Die Papierwickelkondensatoren müssen gewechselt werden, die Kleinelkos sind auch meist platt. Der große Becherelko zeigt noch gute Werte. Die EM34 ist erwartungsgemäß völlig platt.

Instandsetzung

Da das Gerät grundsätzlich funktioniert, wird der Tausch gealterter Kondensatoren der zentrale Bestandteil der Überholung sein.

Zusätzlich habe ich festgestellt, dass der Gleichrichter defekt ist. Nach kurzer Betriebszeit war er bereits so heiß, dass man ihn kaum noch anfassen konnte. Die Spannungsmessung bestätigte den Befund – es fehlten fast 30 V.

Bei diversen Funktionsproben ist mir aufgefallen, dass ein Vorbesitzer die Abstimmung verändert hat. Die Skala beginnt bei etwa 91 MHz und geht mindestens bis 106 MHz. Original sind es 87,5 bis 100,0 MHz. Ich werde die genauem Grenzen noch bestimmen, rein interessehalber. Der Vorteil dieser Änderung besteht darin, dass die Sender jenseits der 100 MHz auch empfangen werden können.

Für die Erweiterung nach oben muss die Induktivität der Oszillatorspule und der Vorkreiskreise verringert werden. Dazu muss man die Spulenkerne herausdrehen und ggf. zusätzlich die Kapazität der parallel geschalteten Trimmkondensatoren verringern.

Allerdings verliert die Skaleneinteilung ihre Gültigkeit. Der Empfangsbereich verschiebt sich komplett. Alles unterhalb von 89 MHz kann dann nicht mehr empfangen werden. Das deckt sich mit den oben beschriebenen Beobachtungen.

Zur EM34:
Ein Ersatz ist möglich, aber teuer. Die russische Röhre 6E5S für etwa 40 € käme in Frage oder eine qualitativ deutlich bessere EM34/E für 80 €. Beide Ersatztypen haben den Nachteil, dass sie nur einen Einfachfächer haben.