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Erstellt am 27 Nov. 2025 | zuletzt bearbeitet vor 3 Tagen ago von Steffen
Das Grundig Konzertgerät 4295 Stereo ist ein Empfänger für LW, MW, KW und UKW, der 1961/62 gebaut wurde. Der NF-Teil kann Stereo-Signale wiedergeben, die über TA eingespeist werden.
https://www.radiomuseum.org/r/grundig_konzertgeraet_4295_stereo_1.html
- Hersteller: Grundig
- Typ: Konzertgerät 4295 Stereo
- Baujahr: 1961/62
- Empfangsprinzip: Superhet
- Wellenbereiche: LW, MW, KW, UKW
- Spannungsarten: Wechselspannung
- Zustand Gehäuse: gut
- Zustand Technik: ungeprüft
- Herkunft: Reparaturauftrag
- Datum: 11/2025
- Kosten: keine
Zustand bei Erhalt
Gehäuse und Chassis sind gut erhalten. An der Unterseite gibt es ein paar Roststellen.












Ein Vorbesitzer hat das Gerät bereits einmal repariert/reparieren lassen.
Nach der Demontage des Chassis habe ich weitere Roststellen gefunden, der Tastensatz ist vermutlich aus diesem Grund schwergängig.






Instandsetzung
Beim Ausbau des Chassis ist es wichtig, Detailbilder von den Lautsprecheranschlüssen zu machen. Ich musste insgesamt sechs Leitungen ablösen.


Zunächst habe ich das Chaos an den Ausgangsübertragern beseitigt.





Die bereits erfolgte Reparatur nenne ich mal vorsichtig „quick and dirty“, zumal ein besonders kritisches Malzbonbon drin geblieben ist.
Weiter geht’s mit den Koppelkondensatoren vor den Gittern 1 der ELL80.




40 % aus der Norm und ein viel zu hoher ESR sind unter Umständen tödlich für den Netztrafo.
Weiter geht’s: Die Produktion dieses Radios ist vermutlich derart schrittweise erfolgt, dass eine Mitarbeiterin (es waren in der Tat meist Frauen, die die Montage erledigt haben) die Bauteile in die vorhandenen Lötösen eingesetzt hat und eine nächste danach die Lötarbeiten erledigt hat. Nur so ist zu erklären, dass nahezu alle Anschlussdrähte um die Lötösen herumgewickelt sind. Dadurch gestaltet sich das Entfernen als ziemliche Sisyphusarbeit. Ich bin schlicht kein Freund davon. die neuen Bauteile an den abgeknipsten alten Anschlussdrähten anzulöten. Die Kombination aus Lötkolben, Entlötpumpe und Geduld führt zum Ziel.




Da das Chassis recht groß und unhandlich ist, habe ich es in mein eigens dafür gebautes Gestell eingesetzt.
Die erste Funktionsprobe verlief erfolgreich.
Die dabei durchgeführten Spannungsmessungen zeigten allerdings, dass der Gleichrichter platt ist: Statt 270 V konnte ich dort nur 240 V messen. Ich habe ihn mit einem Silizium-Brückengleichrichter ersetzt und den fehlenden Spannungsabfall mit 2 Widerständen à 150 Ohm (5 W) sichergestellt.




Dokumente zum Konzertgerät 4295 Stereo
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